Weiche Landung oder was?!

Weiche Landung oder was?!

Der Frühling ist da, das heißt Boulder Hochsaison. Wir geben euch ein paar wertvolle Tipps zum Kauf einer passenden Bouldermatte.

Das Angebot an Bouldermatten am Markt ist mittlerweile recht unübersichtlich. Da gibt es kleine und große Matten. Dicke und dünne. Dann wird da auch noch von "Burito Style" und "Taco Style" geredet. Da soll sich noch jemand auskennen.

Darüber hinaus reicht die Preisspanne bei den Matten von knapp € 150,- bis über die € 400,- . Aber wer braucht denn eigentlich "günstige" Modelle und wer die super teuren?

Wir von klettersport.tv wollen euch im Folgenden deshalb ein paar wertvolle Tipps und Orientierungshilfen geben.

Tacos und Buritos - aber nicht zum Essen!

Grundsätzlich werden Bouldermatten heute in zwei Modelltypen eingeteilt.

Erstens die "Taco" Modelle. D.h. wie die mexikanische Maishülle besteht diese Matte aus einer einzigen, durchgehende Fläche. Folglich gibt es hier keinen Spalt in den man fallen könnte. Das ist auch das große Plus dieses Typs, den es aus den o.a. Gründen meist nur in größeren Formaten gibt.

Zweitens gibt es die "Buritos". Wie die Weizenflade werden diese Matten "eingeklappt". D.h. sie bestehen aus zwei oder auch drei Flächen die über die zusammengenähten Außenstoffe zusammengelegt werden können. Das große Plus dieses Modells ist das kleinere Packmaß und meist geringere Preis.

Das bedeutet für die Wahl des Typs. Wer keinen Spalt will, Taco Style. Wer wenig Platz im auto hat und etwas sparen will, Burito Style!

Günstige Einsteiger Modelle

Wer nur sporadisch zum Bouldern geht, wird in derRegel mit einer kleineren und günstigeren Matte beginnen. Zumal man ja meist im Team unterwegs ist, um seinen Partner auch "spotten" zu können.

Solche Modelle sind oft um die 110cm lang, etwa 100cm breit sowie 10cm dick. Ihr Preisniveau liegt irgendwo um die € 170,-.

Gute Beispiele sind das Ocun Sundance, Edelrid Mantle oder das Beal Air Light Pad.

Was können diese Pads? Sie sind Basic Modelle für sporadische Bouldersessions oder jeweils gute Zusatzpads. Wer solch ein Pad hat, sollte sich für höhere Boulder die Pads mit anderen zusammen legen.

Intermediate Modelle

Wer größere bzw. "höhere" Boulder Ambitionen hegt, sollte ein Intermediate Modell ins Auge fassen.

D.h. ein etwas längeres Pad um die 120-130cm Länge, 100cm Breite und 12-13cm Dicke.

Diese Modelle sind bereits gut für höhere Boulder geeignet. Vor allem die Burito Modelle, weil sie "gedoppelt" werden können. Die Qualität der Matten in diesem Bereich ist extrem unterschiedlich.

Deshalb sollte man beim Kauf auf einen Hersteller achten, der bekanntlich hochwertige Schaumstoffe verwendet. Das sind Hersteller wie z.B.: Beal, Ocun, Metolius, Black Diamond, Mammut, Moon, usw.

Eine Faustregel lautet: "Marken die ein größeres Mattensortiment haben sind eher vertrauenswürdig. Marken mit nur einem Modell sollte man mit Vorsicht genießen!"

Namhafte Vertreter von Intermediate Pads sind das Ocon Moonwalk, das Mammut Slam Pad oder das Beal Double Air Bag Crashpad.

Eine coole Sache ist auch das dreilagige Pad von Mantle, welches man zu einem Crashpad Sofa zusammen bauen oder auch als Schlafunterlage verwenden kann!

Auch die Edelrid Crux 3 Matte lässt sich mit ihrer Länge von 2 Metern perfekt zum Schlafen verwenden.

Dicke Dinger!

Für all jene die richtig viel bouldern ist unsere folgend Ausführung vielleicht überflüssig. Für Boulder Anfänger aber auch wiederum recht aufschlussreich. Denn es gibt die sogenannten Highball Matten bzw. sehr großen und hochwertigen Taco Style Matten.

Diese kennzeichnen sich durch Längen von 130-210cm bzw,. Dicken von 12-15cm. Folglich sind sie zum einen für sehr hohe Boulder geeignet. Und zum anderen sind ihre Schock-Absorbtion bzw. Lebensdauer im Vergleich zu günstigen Materialien sehr hoch.

Bekannte Modelle dieser Preisklasse sind das Mammut Crashiano, das Beal Jumbo Pad , das Moon Saturn oder auch das Ocun Dominator bzw. Ocun Incubatur.

Praxis Tipp - Kofferraum ausmessen

Wer eine neue Matte kaufen möchte, sollte sich unbedingt zuvor den Kofferraum ausmessen. Klingt zwar komisch, ist aber so!

Denn nicht selten kommt man leider erst später drauf, dass die geliebte Matte genau 5cm zu breit oder zu dick ist um sie gut verstauen zu können!

Vermeidet diesen ärgerlichen Rookie Fehler und nehmt euch die Zeit vorab nachzuschauen, ob die Dimensionen für euer Fahrzeug passend sind.

Quelle/Fotocredit: ©Gerhard Schaar

Das könnte Sie interessieren!

Schlinge ist nicht gleich Schlinge

22. 07. 2021 | Klettern

Schlinge ist nicht gleich Schlinge

Wir verwenden sie beim Klettern jedes Mal, und doch wissen wir über diese Ausrüstung so wenig. Bandschlingen!Deshalb bringt euch klettersport.tv diesen Aus...

Klebrige Sache

02. 04. 2021 | Outdoor

Klebrige Sache

Wie kommen eigentlich die Klebehaken in den Fels? Wir bei klettersport.tv zeigen euch mit Hilfe von Einbohr Experten Gerhard Schaar von bolting.eu wie das ...

4 Boulderführer für 2021

21. 03. 2021 | Ausrüstung

4 Boulderführer für 2021

Wer sich schon auf das Verreisen freut, dem stellt klettersport.tv heute vier Boulderführer vor. Für Österreich wenn wir 2021 leichter noch nicht verreisen...

Offener Brief an alle ParteichefInnen: Umweltschutz-Allianz fordert Umsetzung des Klimavolksbegehrens

18. 02. 2021 | Politik

Offener Brief an alle ParteichefInnen: Umweltschutz-Allianz fordert Umsetzung des Klimavolksbegehrens

Gemeinsamer Appell von GLOBAL 2000, WWF, BirdLife, Naturschutzbund, VCÖ, Alpenverein & Naturfreunde: Mutige Klimaschutz-Beschlüsse fassen, Lebensgrundl...

Erste Hilfe bei Insektenstichen und Schlangenbissen

23. 07. 2020 | Gesundheit

Erste Hilfe bei Insektenstichen und Schlangenbissen

Wien (Rotes Kreuz): Achtung Stich- und Bissgefahr: Im Sommer summt, brummt und kriecht es vermehrt in Österreichs Wäldern und Wiesen. Biene, Zecke und Co. ...