Maßgeschneidertes Handbike für Österreichs Paralympic-Favorit Walter Ablinger

Maßgeschneidertes Handbike für Österreichs Paralympic-Favorit Walter Ablinger

Mit einem Gesamtgewicht von 8,5 Kilogramm eines der leichtesten Zeitfahr-Handbikes der Welt: Die Paralympics in Tokyo sind das ganz große Saisonziel von Walter Ablinger. Diese nur alle 4 Jahre stattfindende drittgrößte (!) Sportveranstaltung weltweit wird nach der coronabedingten Absage letztes Jahr heuer vom 24. August bis 5. September stattfinden. 

Für einen Erfolg bei den Titelkämpfen überlässt Walter Ablinger nichts dem Zufall: Neben einem optimal auf den Saisonhöhepunkt abgestimmtem Training wird das richtige Material in Japan mitentscheidend sein. Daher erhält der Weltklasse-Behindertensportler jetzt von Konstrukteur Ludwig Hackinger aus St. Georgen bei Obernberg ein auf den Kurs in Tokyo abgestimmtes Zeitahr-Handbike. 

840 Konstrukteur-, Fertigungs- und Montagestunden für eines der leichtesten Zeitfahrbikes der Welt

Konstrukteur und Hersteller des neuen extra für die Strecke in Tokyo angepassten Zeitfahr-Handbike ist Ludwig Hackinger aus St. Georgen bei Obernberg. Der gelernte Orthopädietechniker ist als Konstrukteur bei der Firma Fill in Gurten tätig. Ludwig Hackinger hat das Bike in seiner Hobbywerkstatt in seiner Garage komplett selbst gefertigt. Insgesamt 840 Stunden benötigt Hackinger für die Planung, Konstruktion, Berechnung der Belastbarkeit und der Aerodynamik, Anfertigung der Einzelteile, den Zusammenbau, die individuelle Anpassung und die Bestückung mit den optimalen Radkomponenten. Die Kohlefaserteile wurden speziell kreiert, weiterbearbeitet und verklebt.

Die Gewichtsersparnis zum Vorgängermodell, dem Rio 2016 Handbike beträgt ganze 3 Kilogramm. Das Handbike ist mit 8,55 Kilogramm Renngewicht eines der leichtesten Zeitfahrliegebikes der Welt. Der Preis liegt bei 10.000 Euro für das "Rohgerät", dazu kommen Xentis Laufräder, zwei UCI konforme Bremsanlagen, ein elektronisches Schaltsystem, ein Leistungsmessgerät, keramikgelagerte Hinterräder, eine Keramikantriebskette und Kleinteile, wodurch sich die Gesamtkosten auf 17.900 Euro erhöhen. 

„Mein besonderer Dank gilt neben Ludwig Hackinger Radmechaniker Erwin Sommergruber und Elektrotechniker Andreas Kislinger aus St. Roman bei Schärding, Martin Kehrer für die Polsterung und der Förderstelle der Austrian Sports Bundes-Sport GMBH für den Teilförderbetrag sowie dem Österreichischen Radsportverband für die Förderungsabwicklung und natürlich allen treuen Sponsoren für die laufende Unterstützung“, betont Walter Ablinger.

 

Handbike perfekt auf die hügelige Zeitfahrstrecke in Tokyo abgestimmt

Das neue Bike ist perfekt auf den Kurs in Tokyo abgestimmt. Es hat eine breitere, tiefere Hinterachse, wodurch der Körperschwerpunkt nun tiefer ist und das Bike eine bessere Kurvenstabilität bietet. Der Kurs in Tokyo hat schnelle Bergab-Passagen und genau dafür wurde das neue Handbike adaptiert. Die Strecke ist sehr hügelig, hier wird sich das geringere Gewicht positiv auswirken. Der Rundkurs ist beim Zeitfahren in Japan zweimal zu absolvieren, die Gesamtstreckenlänge beträgt 16 Kilometer. Saisonstart wird für Walter Ablinger vom 6. bis 9. Mai beim Weltcuprennen in Ostende/Belgien sein. 

 

Über Walter Ablinger:

Walter Ablinger ist 1. der UCI-Weltrangliste 2020 und konnte im Jahr 2019 zum insgesamt dritten Mal den Gesamtweltcup gewinnen. Bei Großereignissen ist mit dem Rainbacher immer zu rechnen: So gewann Ablinger im Sommer 2016 bei den Paralympics in Rio de Janeiro in der Handbike-Klasse H3 die Silbermedaille. Mit seinem Titel in London 2012 und dem Weltmeistertitel 2013 in Kanada ist er einer der erfolgreichsten österreichischen Sportler mit körperlicher Beeinträchtigung. Bei Weltmeisterschaften hat er bisher eine Gold- und vier Bronzemedaillen gewonnen. 

 

Quelle WPR / Fotocredit©: (Fotos honorarfrei, Fotonachweis www.ablinger.eu)

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