Maltatal

Maltatal

Das Tal der stürzenden Wasser

Ihr seid noch auf der Suche nach einem Kletterspot? 

Wie wär’s mit dem schönen Maltatal? Wir waren gerade eben erst dort und haben uns für euch etwas umgesehen. 

Zum Sportklettern waren wir am weithin bekannten Schleier-Wasserfall, der für sich schon einen Besuch wert ist. Bezeichnenderweise sorgt der Wasserfall für eine angenehm, kühle Brise beim Klettern. Angst, dass der Fels dadurch nass und schmierig wird? Keine Sorge, so schnell verliert man an den griffigen Granitwänden nicht den Halt. Dennoch sollte man nicht auf „Geschenke“ bei den Schwierigkeitsgraden hoffen. „Urlaubsbewertungen“ sucht man im Maltatal ohnehin vergebens. 

Eine willkommene Abwechslung bietet die eine oder andere Trad-Route. Hierbei sind alle Sicherungen in Form von mobilen Sicherungsmitteln (Keile, Friends,…) selbst anzubringen. 

Die Kreuzwand bietet mit ihren 5 Meter Zustieg einen sehr abwechslungsreichen Klettergarten in dem fast Alle auf ihre Kosten kommen. Ein Übungsklettergarten bietet auch für blutige Anfänger genügend Potential. Für „Hardmover“ bietet das Kolosseum oberhalb des Schleierwasserfalls die perfekte Spielwiese. Hier findet man auch Routen bis zum Schwierigkeitsgrad 8c+. Erst vor wenigen Tagen gelang beispielsweise Alex Gradenegger die zweite Begehung der Route "Dünnes Eis" (8c).

Wer lieber ohne Seil klettern will, kommt im Bouldergebiet rund um den Schleierwasserfall auf seine Kosten. Kreuz und Quer liegen hier im Wald die Blöcke herum. Sehr viele leichte Probleme findet man allerdings nicht. Für wen 6b zum Aufwärmen reicht, wird sich hier sehr wohl fühlen. Aber auch zum gemütlichen Entspannen lädt der idyllische Wald ein. 

Auch die Kletterelite der Welt hat sich hier schon getroffen. Nicht zuletzt um es mit dem Test-Piece von Klem Loskot, dem „Bügeleisen“ (8b+) aufzunehmen. Der Boulder, welcher ursprünglich im Stehen gestartet wurde, erhielt 2014 ein paar zusätzliche Züge, als Nalle Hukkataival einen Sitzstart hinzufügte und die Schwierigkeit somit auf 8c/+ anhob. Wir haben euch das Video dazu angehängt. 

Sollte es im Sommer dann im Tal zu heiß werden, bieten die umliegenden Berge genug Möglichkeiten der Hitze zu entgehen. Einziges Manko sind die 20€ Maut für die Bergstraße, die zu einigen Klettergärten und Mehrseillängen-Routen führt. 

Alle Klettergärten haben einen Parkplatz, welche auch im Kletterführer von Gerhard Schaar beschrieben sind. Weiters kann dem Führer die spezielle und teils heikle Parksituation entnommen werden. Weitere und aktuelle Infos findet ihr hier

Alles in allem ist das Maltatal einen Besuch wert! Also nichts wie hin!

 

Text: Jan Fehringer, Fotocredit: Jan Fehringer/Laura Niedermüller

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