Erfolgreiche Expedition nach Indien

 Erfolgreiche Expedition nach Indien

Teammitglieder (v.l.) Tobias Holzknecht, Magdalena Hofinger, Dominic Barbist und Alex Blümel. Ray Peak Massiv 3rd Pillar West Ridge, 5170m

Das Projekt „Junge Alpinisten“ der Österreichischen Alpenvereinsjugend absolvierte erfolgreich den zweiten Durchgang. Mit der Initiative will der Alpenverein Jugendliche und Bergsport näher zusammenbringen – und ihnen die Möglichkeit geben, von Weltklassealpinisten zu lernen. Nach zweijähriger Vorbereitung krönte das TEAM ihren Einsatz mit einer erfolgreichen Expedition in das nordindische Himalaya, von der sie am 8.11. im Rahmen des ÖAV-Bergsportforum in Innsbruck berichteten.

Alpinismus im ganzheitlichem Sinne – und dabei die persönliche Entwicklung begleiten und Eigenverantwortung stärken, nicht weniger ist das Ziel des Projekts Junge Alpinisten. „Es mangelt uns nicht an Kindern, die an bunten Hallenplastik herumhangeln. Aber Jugendliche, die echtes Bergsteigen leben, sind selten“, sagt Matthias Pramstaller, Projektleiter von Junge Alpinisten. Und weiter: „Die Alpenvereinsjugend will alpines Bergsteigen und Jugendliche näher zusammenbringen. Deshalb wollen wir motivierten, jungen Mitgliedern die Möglichkeit geben, kostengünstig eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu genießen und dabei von etablierten Weltklassealpinisten zu lernen.“

Mit Weltklassealpinisten unterwegs

Einer davon ist Michael „Much“ Mayr, der als erfahrener Alpinist und Bergführer das TEAM bei der diesjährigen Expedition nach Indien als Mentor begleitete. „Bei dem Projekt geht es nicht darum, Profialpinisten hervorzubringen, sondern einer buntgemischten Gruppe die Möglichkeit zu geben, die Leidenschaft Berg für sich zu entdecken“, sagt Mayr. Und weiter: „Wir Mentoren wollen dabei Impulse geben, aber nicht alles von A bis Z vorgeben.“ Ebenfalls in Indien mit dabei war Spitzenalpinist Matthias Wurzer, der die Eindrücke wie folgt beschreibt: „Das Hochplateau in der Kinnauer Range war faszinierend und unglaublich schön. Die Berge ringsum alle unbestiegen und namenlos. Insgesamt konnten wir die Erstbesteigung von vier sehr schönen Gipfeln verbuchen, da das Wetter und die Temperaturen auf unserer Seite waren.“

Das bestätigt auch Julian Gahbauer, einer der jungen Alpinisten im TEAM: „Das Wertvollste, das ich aus diesen zwei intensiven Jahren mitnehmen durfte, sind sicherlich die neuen Freundschaften, die geknüpft wurden. Aber auch der etwas andere Zugang zum Alpinismus, bei dem es nicht immer nur um schwere Touren in schneller Zeit geht, sondern einfach um einen coolen Tag mit guten Freunden in den Bergen.”

Eigenverantwortlich und verantwortungsvoll

Insgesamt waren zehn junge Bergsteigerinnen und Bergsteiger zwischen 18 und 22 Jahren eingeladen, zwei Jahre Erfahrungen zu sammeln und das Gelernte bei der Expedition nach Indien anzuwenden. „Die Abschlussunternehmung wird von den jungen Alpinisten selbst geplant, wir bringen uns ein, wenn nötig“, meint Matthias Pramstaller von der Alpenvereinsjugend und resümiert: „Und damit ist das Ziel erreicht: Eigenverantwortlich und verantwortungsvoll agierende Alpinisten auszubilden.“

Und dieser Prozess fängt früh an: Mit Junge Alpinisten YOUNGSTERS bekommen bereits 14- bis 20-Jährige einen Rahmen, in dem sie sich das notwendige Know-How für Alpinlettern, Eisklettern, Hochtouren und Skitouren aneignen können. Das Junge Alpinisten TEAM geht nächstes Jahr in die dritte Runde, Informationen werden ab Frühjahr 2020 unter www.jungealpinisten.at publiziert.

Quelle: Österreichischer Alpenverein/ots  //  Fotocredit: Alex Blümel
 

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