Der neugestaltete Platz der Kinderrechte in der Brigittenau

Der neugestaltete Platz der Kinderrechte in der Brigittenau

Im Bild Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler Christine und Irene Hohenbüchler Bettina Emmerling, Klubobfrau NEOS Gerhard Derfler, BV 20 Martina Taig, GF KÖR

Die Geschwister Christine und Irene Hohenbüchler haben dem Platz der Kinderrechte in Wien 1200 zum 30-Jahr Jubiläum der UN-Konvention über die Rechte des Kindes einen neuen künstlerischen Anstrich verliehen. Für dieses KÖR- &Jugend-Projekt haben die Künstlerinnen die von Schüler*innen der Europaschule entworfene Skulptur, die anlässlich der Benennung des Platzes seinerzeit installiert wurde, liebevoll eingebunden und umspielt.

„Die farbenfrohe Neugestaltung des Platzes für Kinderrechte ist ein weiterer Blickpunkt in der Stadt und spielt in seiner Buntheit mit der Ästhetik von Comics. Entworfen von den Künstlerinnen Christine & Irene Hohenbüchler ist die Ausgestaltung des Platzes auch in der Tradition bzw. der Weiterentwicklung der Spielplastiken des vorigen Jahrhunderts zu sehen. So kommen Kinder schon früh mit zeitgenössischer Kunst im öffentlichen Raum in Berührung und können sich spielerisch damit auseinandersetzen“, ist Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler erfreut.


NEOS Wien Klubobfrau Bettina Emmerling betont „Es ist wichtig, dass mit diesem Platz Kindern die Sichtbarkeit gegeben wird, die sie auch verdient haben. In einer Menschenrechtsstadt wie Wien müssen Kinderrechte geschützt und deren große Bedeutung stets hervorgehoben werden. Wien soll kinder- und jugendfreundlichste Stadt der Welt werden. Um Kindern eine schöne Zukunft zu ermöglichen, müssen wir ihnen in der Gegenwart Sicherheit und unsere volle Aufmerksamkeit bieten“.

Bezirksvorsteher Hannes Derfler, auf dessen Initiative die Neugestaltung zustande kam, ist sehr zufrieden: „Mittlerweile bemühe ich mich seit 3 Jahren um eine Neugestaltung des Platzes der Kinderrechte. Die Künstlerinnen konnten rasch gefunden werden und die künstlerische Kreation rasch abgeschlossen werden. Die eigentlichen Hürden haben wir nun endgültig genommen. Ich kann daher die Wiedereröffnung dieses einzigartigen Platzes in der Brigittenau so richtig genießen, weil sich die Bürgerinnen und Bürger des Bezirks wieder optisch und inhaltlich mit diesem Platz identifizieren können“

Martina Taig, Geschäftsführerin von KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, die die Realisierung der Arbeit verantwortet, dazu: „Die Arbeit „see“ der Künstlerinnen Christine und Irene Hohenbüchler ist eine wirklich gelungene ortsspezifische Gestaltung, die einerseits als Teil des KÖR- &Jugend-Programms der jungen Generation ein Zeichen setzt und ihr einen neuen, eigens für sie konzipierten Aktionsort schafft. Andererseits kann das Projekt vielleicht auch eine Brücke zum wichtigen Thema des Gedenkens und des Denkmals darstellen, da es nicht statisch monumental erscheint, sondern lebendig und bespielbar auf die Rechte der Kinder aufmerksam macht und alle einlädt, sich auch jetzt und zukünftig noch damit auseinanderzusetzen.“

"see" von Christine und Irene Hohenbüchler

„see“ ist eine poetische, spielerische Annäherung an die Thematik der Rechte für Kinder als Bodengestaltung. Der neu gestaltete Platz erregt Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit in seiner Farbigkeit und der an Comics erinnernden Zeichensprache. Die Fläche mit dem weichen Boden wird zur Turnmatte und zum Bewegungsraum, bestehend aus einem angedeuteten blauen See mit Welle, einem gelben Stahlzaun und einer kugelrunden Beleuchtung: Ist es der Mond?

Die eigenwilligen Beine der ursprünglichen Skulptur wiederholen sich zweimal im See, so als würden hier Kinder schwimmen. Die Figur selbst taucht vergrößert als Reflektion im See auf, oder ist es doch ein riesenhafter Schwimmer? Sie breitet ihre Arme weit aus. Versucht sie uns zu winken, oder liegt sie nur entspannt im Wasser? Der See passt sich in seiner ovalen Grundform der Asphaltfläche an, der blaue elastische, weiche EPDM-Belag lädt zum Tollen ein. Eine Welle schiebt sich in den See und kann als Sitzgelegenheit genutzt werden für Schülergruppen. Ebenso wird sie zum Spielplatz für kleinere Kinder. Der gelbe Zaun ist ein abstraktes Zeichen, dient aber gleichzeitig als Abgrenzung zur Tiefgarageneinfahrt. Seine amorphe Formensprache nimmt Beziehung zum See und zur Skulptur auf.
Bei Dämmerung beginnt die einfache Kugel in der Höhe zu leuchten und erhellt den Platz der Kinderrechte.

KÖR- &Jugend-Projekte

„Der öffentliche Raum birgt für Jugendliche ein Entfaltungspotential, das wir versuchen mit künstlerischen Pilotprojekten zu nutzen. Als zentrale Bedürfnisse der Jugendlichen haben wir einerseits jenes nach Räumen im öffentlichen Raum, welche zum Aufenthalt und Verweilen einladen, erkannt. Andererseits soll dem Wunsch nach aktiver Gestaltung und sozialer Zusammenarbeit Rechnung getragen werden,“ so die KÖR-Jury.

 Seit 2018 wurden bereits acht Projekte mit unterschiedlicher Zugangsweise von Künstlerinnen und Künstlern realisiert.

Quelle: Elke Weilharter | SKYunlimited; Renate Rapf Mediensprecherin StRin Mag.a Veronica Kaup-Hasler / ots  //  Fotocredit: Christian Führtner, PID

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