Der Haken bei der Sache...

Der Haken bei der Sache...

Sie sind ein unverzichtbarer Teil einer jeder alpinen Kletterausrüstung: Felshaken!Egal ob zu Absicherung für Erstbegeher, oder als Notfallausrüstung für Wiederholer. Sie sind aus dem nötigen Arsenal an alpiner Hardware einfach nicht weg zu denken.Grund genug für uns bei klettersport.tv, euch die einzelnen Hakentypen etwas näher zu bringen.

Felshaken sind die wohl ältesten Sicherungspunkte beim Klettern überhaupt. Denn sie wurden bereits zahlreich in den frühen 1900er Jahren verwendet.

Wurden sie zu Beginn des Alpinismus noch jeweils individuell handgeschmiedet, brachte die stetige Nachfrage bald eine industrielle Fertigung.

Mit den unterschiedlichen Anforderungen der Alpinisten, in Kombination mit dem breiten Anwendungsfeld in unterschiedlichsten Gesteinen, entstand im Laufe der Zeit eine große Breite an Felshaken Formen. Zudem kristallisierte sich für einerseits die Verwendung im Kalk der sogenannte Weichstahlhaken heraus. Und zum anderen für Granit bzw. Urgestein der sogenannte Hartstahlhaken.

Interessanterweise hat sich Österreich mit den Stubai Felshaken bzw. Austrialpin Felshaken dabei einen sehr guten Ruf erworben.

Die Stahltypen

Weichstahl ist, wie der Name verrät, aus verhältnismäßig weichem Stahl gefertigt. Deshalb eignet er sich perfekt für Felshaken die im Kalk verwendet werden. Denn Kalkgestein hat selten glatte Risse, plane Löcher, usw..

Hier sind die Haken die sich stark verbiegen können von großem Vorteil. Bekannte Vertreter sind der Kong Athos Soft, Kong Porthos Soft,  oder der Stubai Weichmetallhaken.

Hartstahlhaken sind ideal für Urgestein, insbesondere Granit. Denn dieses Gesteinsart bildet viele glatte Flächen, bei welchen harter Stahl von Vorteil ist.

Bekannte Vertreter dieses Typs sind z.B. der Kong Portos Hard, der Austrialpin Messerhaken, der Kong Athos, der Stubai Diagonalhaken oder der CAMP Lost Arrow.

Haken für Techno & Big Wall

Neben den "normalen" Felshaken, welche für jeden Kletterer in gewisser Weise Sinn machen, gibt es noch etliche Sonderformen.

Diese sind für spezielle Anwendungen beim Techno Klettern sowie bei Big Walls gedacht.

Zum einen gibt es dabei die sehr kleinen Haken für dünnste Risse. Sie sind nur für das Körpergewicht gedacht und können in der Regel keinen Sturz halten.

Wie z.B. der Cassin Ultimate Reality Piton, Cassin Iron Hawk oder der Cassin Baby Angle.

Eine weitere Sonderform ist der Stubai Bong Felshaken. Groß, breit und für fette Risse gedacht produziert ihn nur mehr der österreichische Bergsport Spezialist aus dem Stubaital.

Wer braucht was?

Wer viel alpin im Kalk unterwegs ist, sollte als Notfall Kit ein Set an 3-5 unterschiedlichen Haken dabei haben. Wir empfehlen euch dabei zwei V-Profilhaken, einen mittleren Diagonalhaken sowie einen U-Profilhaken.

Wer im Granit alpin unterwegs ist, der findet mit einem ähnlichen Set an Hartstahl Felshaken das Auslangen.

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